Forraussetzung VolumeGroup (VG) existiert bereits
sudo lvcreate -L 15G -n <VOLUMENAME> <VOLUMEGROUP>
lsblk
Empfehlung: ext4 (kann aber auch nach belieben angepasst werden)
sudo mkfs.ext4 /dev/<VOLUMEGROUP>/<VOLUMENAME>
Label setzen (optional, aber empfehlenswert, LABEL kann = NAME sein):
sudo e2label /dev/<VOLUMEGROUP>/<VOLUMENAME> <VOLUMELABLE>
sudo mkdir <PATH>
blkid /dev/<VOLUMEGROUP>/<VOLUMENAME>
UUID=xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx <MOUNTPATH> ext4 defaults,noatime 0 2
systemctl daemon-reload
sudo mount -a
Diese Anleitung beschreibt, wie ein bereits gemountetes LVM-Volume unter Debian erweitert wird – inklusive automatischer Dateisystemvergrößerung, sofern möglich.
sudoWurde eine virtuelle Festplatte zuvor vergrößert, kann zunächst geprüft werden, ob im Linux-System die richtige Festplatte angesprochen wird und die neue Größe bereits erkannt wurde.
Im folgenden Beispiel ist /dev/sdb die zuvor in der Virtualisierungsumgebung vergrößerte Festplatte.
Wichtig:
sdbmuss durch den tatsächlichen Gerätenamen der vergrößerten Festplatte ersetzt werden. Vor dem Rescan unbedingt anhand von Gerätename, aktueller Größe und Modell prüfen, ob die richtige Festplatte ausgewählt wurde.
Aktuell erkannte Größe und Modell anzeigen:
lsblk -d -o NAME,SIZE,MODEL /dev/sdb
Festplatte ohne Neustart neu einlesen:
echo 1 | sudo tee /sys/block/sdb/device/rescan
Anschließend erneut prüfen, ob Linux die neue Größe erkannt hat:
lsblk -d -o NAME,SIZE,MODEL /dev/sdb
Beispiel nach einer Erweiterung von 100 GiB auf 200 GiB:
NAME SIZE MODEL
sdb 200G Virtual disk
Der Rescan liest ausschließlich die Größe der virtuellen Festplatte neu ein. Er erweitert noch keine Partition, kein LVM Physical Volume, kein Logical Volume und kein Dateisystem.
Bevor ein Logical Volume erweitert wird, zunächst die aktuelle Struktur, den verfügbaren Speicherplatz und das verwendete Dateisystem prüfen.
df -hT # Speicherbelegung und Dateisysteme der Mountpoints
lsblk -f # Blockgeräte, LVMs, Dateisysteme und Mountpoints
pvs # Zeigt die verwendeten LVM Physical Volumes
vgs # Zeigt Größe und freien Platz der Volume Groups
lvs # Zeigt Größe und Namen der Logical Volumes
Besonders wichtig ist die Spalte FSTYPE bei:
lsblk -f
Beispiel mit XFS:
NAME FSTYPE FSVER MOUNTPOINTS
sda
└─sda3 LVM2_member
└─vgdata-lvdata xfs /data
Beispiel mit ext4:
NAME FSTYPE FSVER MOUNTPOINTS
sda
└─sda3 LVM2_member
└─vgdata-lvdata ext4 1.0 /data
Falls lsblk -f kein Dateisystem eindeutig erkennt, kann gezielt mit blkid gegengeprüft werden:
sudo blkid /dev/vgname/lvname
lvextend kann mit der Option -r beziehungsweise --resizefs das Logical Volume und anschließend das darauf befindliche Dateisystem automatisch erweitern.
sudo lvextend -r ...
Dafür muss das zum erkannten Dateisystem gehörende Werkzeug installiert sein.
Für ext-Dateisysteme wird resize2fs aus dem Paket e2fsprogs verwendet.
Installation prüfen:
command -v resize2fs
Beispielausgabe:
/usr/sbin/resize2fs
Optional kann die installierte Version angezeigt werden:
resize2fs -V
Für XFS wird xfs_growfs aus dem Paket xfsprogs verwendet.
Installation prüfen:
command -v xfs_growfs
Beispielausgabe:
/usr/sbin/xfs_growfs
XFS kann im laufenden Betrieb vergrößert werden. Das Dateisystem muss dafür gemountet sein. XFS kann nicht verkleinert werden.
Zusätzlich kann geprüft werden, ob fsadm vorhanden ist:
command -v fsadm
lvextend -r beziehungsweise lvextend --resizefs stößt nach der Erweiterung des Logical Volumes auch die Anpassung des erkannten Dateisystems an.
Ist das benötigte Dateisystem-Werkzeug vorhanden, kann beispielsweise um 10 GiB erweitert werden:
sudo lvextend -r -L +10G /dev/vgname/lvname
Oder es kann der gesamte freie Platz der Volume Group verwendet werden:
sudo lvextend -r -l +100%FREE /dev/vgname/lvname
| Dateisystem | Benötigtes Werkzeug | Manuelle Erweiterung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| ext2/ext3/ext4 | resize2fs |
resize2fs /dev/vgname/lvname |
Kann je nach Situation online oder offline erweitert werden |
| XFS | xfs_growfs |
xfs_growfs /mountpoint |
Muss zum Vergrößern gemountet sein; kann nicht verkleinert werden |
Vor jeder Änderung sollten die Gerätenamen, der Mountpoint und der verfügbare Speicherplatz sorgfältig geprüft werden. Ein aktuelles Backup wird empfohlen.
ext4 + passender Version):lvextend -r -L 160G /dev/vgname/lvname
lvextend -L 160G /dev/vgname/lvname
Alternativ um z. B. +100 GB zu erweitern:
lvextend -L +100G /dev/vgname/lvname
-r)ext4:resize2fs /dev/vgname/lvname
xfs:xfs_growfs /mountpunkt
Beispiel:
xfs_growfs /var
🔸 Wichtig: xfs_growfs funktioniert nur über den gemounteten Pfad!
df -h
lvs
Die neue Größe sollte sichtbar sein.
vgs)# Übersicht
df -h && lsblk && vgs && lvs
# LVM-Volume um 100 GB erweitern
lvextend -L +100G /dev/vg_data/var
# Dateisystem vergrößern (ext4)
resize2fs /dev/vg_data/var
Um den Swap-Speicher auf einem Linux-System mit LVM (Logical Volume Manager) zu erweitern, können Sie die folgenden Schritte befolgen. Beachten Sie, dass diese Anleitung allgemeine Hinweise gibt und dass es wichtig ist, vor solchen Änderungen eine Sicherung durchzuführen, um Datenverlust zu vermeiden.
Führen Sie den folgenden Befehl aus, um den aktuellen Zustand der LVM-Volumes zu überprüfen:
sudo lvdisplay
Stellen Sie sicher, dass Sie genügend freien Speicherplatz auf dem Volume Group (VG) haben, um den Swap zu erweitern.
Nehmen wir an, dass Ihre VG den Namen "myvg" hat. Erstellen Sie ein neues Logical Volume (LV) für den Swap:
sudo lvcreate -L 8G -n swap_new myvg
Hier wird ein 8 GB großes LV namens "swap_new" erstellt.
Formatieren Sie das neu erstellte LV als Swap:
sudo mkswap /dev/myvg/swap_new
Aktivieren Sie das neu erstellte Swap-LV:
sudo swapon /dev/myvg/swap_new
Überprüfen Sie, ob der Swap erfolgreich hinzugefügt wurde:
swapon -s
Dies sollte Informationen über den aktuellen Swap-Speicher anzeigen.
Damit die Änderungen nach einem Neustart erhalten bleiben, fügen Sie das neu erstellte Swap-LV zur Datei /etc/fstab hinzu:
echo '/dev/myvg/swap_new none swap sw 0 0' | sudo tee -a /etc/fstab
Sie können den alten Swap deaktivieren und entfernen:
sudo swapoff /dev/myvg/old_swap
sudo lvremove /dev/myvg/old_swap
Ersetzen Sie "old_swap" durch den Namen Ihres vorhandenen Swap-LV.
Stellen Sie sicher, dass Sie alle Befehle an Ihre spezifische LVM-Konfiguration anpassen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass das Hinzufügen und Entfernen von Swap während des Betriebs durchaus möglich ist, jedoch immer mit Vorsicht durchgeführt werden sollte, insbesondere auf Produktivsystemen.